Motoröl & Spezifikationen

mike1

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Welches Motoröl ist für die GSR600 das richtige?

Grundsätzlich gelten die Anforderungen laut Suzuki die auch in der Betriebsanleitung zu finden sind.

Grob zusammengefasst:

Es ist ein Öl nach "Jaso MA" Norm zu verwenden. Dieses Öl ist für die Nasskupplung geeignet. Egal ob teilsynthetisch oder vollsynthetisch. Die Jaso MA Norm steht für die Nasskupplungsverträglichkeit.

Laut Suzuki wird ein 10w-40 Jaso MA empfohlen. Ich würde ein 10w-40, 10w-50, oder ein 5w-40 Öl empfehlen. Ein 10w-30 ist meines Wissens nicht für die GSR geeignet.

Ich habe sehr gute Erfahrung gemacht mit Motul 5100 10w-40 und 10w-50. Auch mit dem Motul 7100 10w-40 (vollsynth.) Sebstverständlich gibt es eine Vielzahl an passenden anderen Motorölen/Motorölmarken. Grundsätzlich sollte man sich an Jaso MA Norm und der Viskosität orientieren.

Grundlegendes:

Alle Motoröle sind untereinander mischbar! Jedoch wenn möglich immer auf die richtige Norm achten. Beim Ölnachfüllen / Auffüllen kann auch ein "falsches" Motoröl einmalig verwendet werden. (zB ein 10w-40 statt einem 10w-50)

Vollsynthetische Öle sind immer zu empfehlen. Diese Öle sind im kalten Zustand fließfähiger und erreichen die zu schmierenden Stellen schneller. Außerdem halten sie den Motor sauberer und freier von Ablagerungen.

Hier noch einige FAQs die Google ausspuckt:


Was bedeutet eigentlich SAE ?

"SAE" steht für die Vereinigung amerikanischer Autoingenieure (Society of Automotive Engineers), und die beurteilt die Fließeigenschaft (Viskosität) von Motorenölen. SAE ist ein Institut in den USA, das Prüfungen durchführt und Normen für Motorenöle festlegt. Motorenöle sind in SAE-Klassen eingeteilt, z.B. 0W, 10W, 15W, 20W, 20, 30, 40, 50.
(Bei der Viskosität gilt: grössere Zahlen = zähflüssiger,
und kleinere Zahlen = dünnflüssiger.)
Die erste Zahl, z.B. die 0 oder 10, zeigt, wie flüssig das Öl bei Kälte ist (W=Winter): je niedriger der Wert, desto dünnflüssiger das Öl. Um so schneller verteilt es sich bei Kaltstarts im Motor und schützt ihn vor Verschleiß. Die zweite Zahl, z.B. 30 oder 40, bezieht sich auf die Fließfähigkeit bei Hitze. Auch hier gilt, je niedriger, desto leichter läuft der Motor, jedoch umso höher dieser Wert ist, um so höher ist der Schmierfilm belastbar.

Einbereichs - Motorenöle – sind Öle, die eine SAE-Klasse erfüllen.

Mehrbereichs - Motorenöle - sind Öle, die mindestens zwei SAE-Klassen erfüllen.
Alle Öle die mehrere Viskositätsklassen überdecken, tragen zusätzlich ein W (wie Winter) dazwischen.

Für die Schmierung von Kraftfahrzeugen werden heute Ganzjahresöle verwendet z.B. SAE 5W-30, SAE 10W-40, SAE 15W-40 usw. Es handelt sich dabei um Mehrbereichsöle, die mehrere Viskositätsklassen überdecken und für den Winter- und Sommerbetrieb geeignet sind. Somit wird ein jahreszeitlicher Ölwechsel vermieden.

0W
Die Fließeigenschaften des Öls im Winter (W).
Je niedriger die erste Zahl (0), desto besser ist die Fließfähigkeit des Motorenöls bei Kälte. Je schneller das Öl den Motor durchölt, desto niedriger ist der Verschleiß. Die Bezugstemperaturen liegen - abhängig von der SAE-Klasse - bei -5°C bis -30°C.

30
Die zweite Zahl z.B. 30 oder 40 beschreibt die Fließeigenschaften des Öls im oberen Temperaturbereich. Der Ölfilm bleibt auch bei hohen Temperaturen im Motor stabil und reißt nicht ab. Umso höher dieser Wert ist, um so höher ist der Schmierfilm belastbar! Die Bezugstemperatur ist hier 100°C, obwohl im Motor wesentlich höhere Öltemperaturen auftreten können.
Mineralöle altern oberhalb 150°C stark, was einen öfteren Ölwechsel zur folge hat.
Synthetische Öle halten Temperaturen bis zu 300°C aus.
API.... Was ist das?

Das API - "American Petroleum Institute" spezifiziert die Qualität des Öls.

Die API legt die Klassifizierung aufgrund der Betriebsbedingungen der Motoren, getrennt nach Otto- und Dieselmotoren fest. Damit bestimmen die Motorenhersteller motorenseitig und die Ölgesellschaften schmierstoffseitig die erforderliche bzw. die gebotene Klasse.
Die Bezeichnung API ist auf jedem Motorenölgebinde zu finden.
Der erste Buchstabe ist immer ein S oder C.
API S - Steht für Ottomotoren (Service-Klassen auch Spark Ignition)
API C - Steht für Dieselmotoren (Commercial-Klassen auch Compression Igniton)
Der zweite Buchstabe steht für die Klasse (Qualität). Je höher der Buchstabe im Alphabet,
je besser die Qualität. Die derzeit höchsten API Spezifikationen sind SJ / CE
Die Klassen sind wie folgt Definiert:

Ottomotorenöle API-Klassifikation
SA - Regular-Motoröle evtl. mit Pourdepressant und/oder Antischaummittel
SB - Motoröl für niedrig beanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen gegen Alterung, Korrosion und Verschleiss
SC - Motoröl für mittelbelastete Otto-Motoren wie SB plus Wirkstoffen gegen Verkokung
SD - Motoröl für schwere Betriebsbedingungen bei Otto-Motoren (von 1968 bis 1971)
SE - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren (von 1971 bis 1972)
SF - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren wie SE + verbessertem Veschleissschutz und Schlammtragevermögen
SG - Motoröl für höchste Anforderungen wie SF + Schutz gegen (Schwarz-)Schlammbildung
SH - Motoröl für höchste Anforderungen (ab 1993) wie SG + zusätzlich Anforderungen HTHS und Verdampfungsverlust
SJ - Nachfolgeklassifikation zu API SH. Verschärfte Anforderungen hinsichtlich Verdampfungsverlust (gültig ab Oktober 1996).
SK/SL - Nachfolgeklassifikationen zu API SJ (gültig ab 2001)
SM - Motoröl für extrem hohe Anforderungen hinsichtlich Oxidationsstabilität, Motorsauberkeit, Verschleißschutz, Alterungsverhalten und Leistungsvermögen bei niedrigen Temperaturen. (gültig ab 2004)

(HTHS = High Temperatur High Shear / Hochtemperaturviskosität)

Dieselmotorenöle
API CC - Motorenöle für geringe Beanspruchungen
API CD - Motorenöle für hohe Beanspruchungen, turbogetestet
API CE - Motorenöle für höchste Beanspruchungen, turbogetestet
API CF-4 - Motorenöle der Klasse CE mit geringem Anteil an metallorganischen Additiven und höheren Anforderungen in Bezug auf Ölverbrauch und Ablagerungen an Kolben.

mfg Michi

falls es hier nicht her passt, bitte verschieben oder löschen...
 

DerMicha

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gsr_600
Sehr interessant.

Habe mir mal alles durchgelesen und mich auch gleich mit den API Standarts beschäftigt.

Dabei ist mir bisher aufgefallen das bei JASO MA immer der API:SL auch erfüllt ist.

Da es ja schon den API: SM gibt stellt sich mir die Frage ob es dafür auch eine JASO Klasse gibt, gefunden habe ich noch keine.

Falls der API SM einen höheren Standart darstellt solle doch auch ein ÖL mit API SM besser für den Motor sein oder?
Bei Motul habe ich Öle mit API SM gefunden diese sind aber immer 5w-.., da drängt sich mir die Frage auf ob bei der API SM nur Öle 5w-.. (vll auch 0W) beinhaltet sind da sie durch den API SM Standart keinen höheren Wert als 5W haben können.

Gruß
Micha
 
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